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Gailingen



Monitoring nach Abschluss der Interreg-Maßnahmen

Er ist am neuen Teich im Gailinger Staffelwald angekommen: Der Wasserfrosch. Foto: Rita Strieckmann.

 

Bayernhütte: Anlage eines Teiches und Aufstauen des Grabens. Erweiterung eines vorhandenen Teiches.

 

Der Wasserstand schwankt deutlich, sinkt im Sommer ab. im letzten Sommer zeitweise ganz trocken. Dominierend sind in der Wasserfläche Alisma plantago-aquatica, Mentha aquatica, Veronica catenata, Lythrum salicaria, Typha latifolia, Chara spec. Verlandungsvegetation am Rand mit Carex acutiformis, Sparganium erectum, Lycopus europaeus, Scutellaria galericulata. Alnus glutinosa ist ziemlich wüchsig und wird die Wasserfläche bis in einigen Jahren bedrängen.

 

Eisenried: Entbuschung und Vergrößerung eines Teiches

 

Der Teich hat ganzjährig Wasser, fast gleich bleibender Wasserstand

Die Vegetation wird durch flächige Unterwasserrasen von Chara spec. dominiert. Zwischen diesen ein reicher Bestand von Potamogeton coloratus (in der RL BW mit 0 = verschollen eingestuft, hier im Staffelwald wieder entdeckt, einziges aktuelles Vorkommen in BW). Sonst nur wenige Arten im Wasser, Typha angustifolia und Ranunculus trichophyllus.

Am Rand Juncus effusus, Scirpus sylvaticus, Impatiens noli-tangere.

 

Geißwiese: Anlage von drei kleineren Teichen hintereinander (leichte Hanglage)

 

Die Teiche haben ganzjährig gleich bleibenden Wasserstand. Auffällig ist der hohe Kalkgehalt des Wassers, der sich auf den Pflanzen absetzt (Kalkquellried). Nährstoffarmer Standort. Geschlossener Unterwasserrasen von Chara-Arten, im unteren Teich dazwischen großer Bestand von Potamogeton coloratus. Am Ufer und in zusätzlich angelegten kleinen Mulden Juncus articulatus und Carex flava.

 

Schachenhau: Wiederherstellung einer Wasserfläche im Toteisloch, das vor allem durch den Eintrag von Laub aus dem umgebenden Wald verlandet war

 

Im Kern des kleinen Toteislochs ein Zwischenmoor-Ansatz mit Betula pubescens und Sphagnum spec.; Peucedanum palustre. An Schwimmpflanzen ist Potamogeton natans neu wieder aufgetaucht. Auffallend sind meterlange Wurzelausläufer von Lysimachia vulgaris auf der Wasseroberfläche. Dominierende Arten im Uferbereich sind Juncus effusus, Scutellaria galericulata und Solanum dulcamara.

 

 

Zwischen dem 9. und 18. Mai wurden die Biotope nachts besucht und rufende Laubfrösche registriert. Eine große Kolonie gibt es bereits an der Bayerhütte, eine kleinere im Eisenried. Der Teich bei der Geißwiese ist bisher nicht angenommen. An der Bayerhütte waren auch einzelne Gelbbauchunken zu hören.

 

Zwischen dem 10. und 20. März wurden alle Biotope besucht und die Zahl der Laichballen von Gras- und Springfrosch gezählt:

 

Bayerhütte: 120 Laichballen

Eisenried: 200 Laichballen

Geißwiese: 30 Laichballen

 

In den drei Gebieten im Staffelwald ergab sich bei den Laichballen 2007 gegenüber dem Vorjahr jeweils etwa eine Verdoppelung. Bergmolch an allen Gewässern.

 

 

Obergailingen:

 

Im Februar 2007 wurde an den Feuchtwiesen „Auenwies“ einem gesetzlich geschützten Biotop (§ 32 Landesnaturschutzgesetz), der Horst auf einem zwölf Meter langen Mast aufgebaut und zwei Meter tief in der Erde verankert. In der Nähe renaturierte die Gemeinde einen Graben und legte einen Teich an.





Stand März 2006

Im Rahmen des Interreg IIIA Projektes vergrößerten Aktive des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Staffelwald, der teils auf deutscher und teils auf Schweizer Seite liegt, zwei bestehende Teiche. Sie legten zwei neue Teiche und ein temporäres Kleingewässer an. Einer der neuen Teiche, siehe Foto, wurde kaskadenförmig in drei Teilen angelegt. Die Wiederbesiedlung der neu geschaffenen Gewässer mit Tieren und Pflanzen wird 2006 dokumentiert.

 

 



Da auch auf Schweizer Seite weitere Feuchtbiotope geschaffen wurden, kann der Staffelwald dem Schwarzstorch nun wieder Nahrung und Lebensraum bieten. Da sich der Schwarzstorch von Osten her ausbreitet, besteht die Chance, dass er den Staffelwald zunächst auf dem Durchzug und evtl. auch als Brutgebiet nutzt.



An der Bayernhütte im Staffelwald entstand ein neuer langer, dem Gelände angepasster Teich am Rand eines Erlenbruchwaldes, mit einer Größe von ca. 10 x 50 Metern, flachen Ufern und einer maximalen Tiefe von rund 80 Zentimetern. Ideal für Amphibien, aber auch für Wasserpflanzen. Bereits nach einem halben Jahr wächst hier ein so genannter Großseggenbestand, mit Mädesüß, Blutweiderich, Gilbweiderich, Gelber Schwertlilie und Wasserdost.



Der Teich hatte sich schon kurze Zeit nach den Baggerarbeiten zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Haarblättriger Hahnenfuß und Ästiger Igelkolben sind die ersten Pflanzen, die das Gewässer besiedelten. Die Gelbbauchunken, eine europaweit gefährdete und geschützte Art, haben das neue Gewässer gleich angenommen.

 

Auch die anderen neu angelegten und erweiterten Teiche sind mittlerweile Refugien zahlreicher Tiere und Pflanzen.

 

 



Stand September 2005

Im Bodenseeraum und in Oberschwaben wurden seit etwa 1995 immer wieder, in zunehmender Zahl und an vielen, wechselnden Orten Schwarzstörche beobachtet, auch im Sommer. 2002 wurde die erste Brut seit über 70 Jahren nachgewiesen (im Kreis Sigmaringen). Wie viele andere zeihende Vögel erkennen auch die Schwarzstörche aus der Luft die Flächen, die sich als Nahrungs- oder Brutplatz für sie besonders eignen. Jetzt sind Naturschutz-Fachleute sicher, dass es gelingen kann, weitere Nahrungs- und Brutplätze durch entsprechende Gestaltung für den Schwarzstorch, unseren mitteleuropäischen Waldstorch, vorzubereiten.

 

In Gailingen fanden Aktionen für die Ansiedlung von Amphibien und des Schwarzstorches in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Forst und mit der Gemeinde Gailingen statt.

 

Ausbaggern von 7 neuen Teichen, Erweiterung von 2 Teichen, alle im Staffelwald. Bei einigen Flächen handelt es sich um Toteislöcher, die in der Eiszeit entstanden und in den vergangenen Jahrzehnten entweder verfüllt wurden oder sich mit Laub, Ästen, Schlamm etc. füllten. Ziel ist es, diese Flächen als Lebensraum für Amphibien wieder herzustellen und damit auch eine Nahrungsgrundlage für Störche zu schaffen.

 

Wenige Tage nach der Maßnahme war schon die Gelbbauchunke da, sie liebt Gewässer auf rohen Böden. Der BUND erwartet, dass schon im nächsten Frühjahr Kröten und Frösche in den Gewässern ihren Laich ablegen.

 

 



Vorhaben

eine Gelbbauchunke
eine Gelbbauchunke

Im Bodenseeraum und in Oberschwaben wurden seit etwa 1995 immer wieder, in zunehmender Zahl und an vielen, wechselnden Orten Schwarzstörche beobachtet, auch im Sommer. 2002 wurde die erste Brut in Baden-Württemberg seit über 70 Jahren nachgewiesen (im Kreis Sigmaringen). Wie viele andere ziehende Vögel erkennen auch die Schwarzstörche aus der Luft die Flächen, die sich als Nahrungs- oder Brutplatz für sie besonders eignen. Jetzt sind Naturschutz-Fachleute sicher, dass es gelingen kann, weitere Nahrungs- und Brutplätze durch entsprechende Gestaltung für den Schwarzstorch, unseren mitteleuropäischen Waldstorch, vorzubereiten.

 

In Gailingen, Kreis Konstanz, finden Aktionen für die Ansiedlung von Amphibien und des Schwarzstorches in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Forst und mit der Gemeinde Gailingen statt. Im Staffelwald werden kleine, bestehende Feuchtbiotope erweitert und teilweise auch entbuscht. Einige Flächen wurden in den vergangenen Jahrzehnten entweder verfüllt oder sie füllten sich von alleine mit Laub, Ästen, Schlamm etc. Sie werden durch unsere Maßnahmen nahrungsreicher, aber auch zugänglicher und besser einsehbar für die Schwarzstörche.

 

Am Rand des Staffelwalds in der Nähe von Obergailingen wird auf einer Pappel beim Hof der Familie Buccheli ein Weißstorchhorst montiert, in einem Gebiet, dem Fachleute hohes „Storchenpotenzial“ bescheinigen.




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