Bayernhütte: Anlage eines Teiches und Aufstauen des Grabens. Erweiterung eines vorhandenen Teiches.
Der Wasserstand schwankt deutlich, sinkt im Sommer ab. im letzten Sommer zeitweise ganz trocken. Dominierend sind in der Wasserfläche Alisma plantago-aquatica, Mentha aquatica, Veronica catenata, Lythrum salicaria, Typha latifolia, Chara spec. Verlandungsvegetation am Rand mit Carex acutiformis, Sparganium erectum, Lycopus europaeus, Scutellaria galericulata. Alnus glutinosa ist ziemlich wüchsig und wird die Wasserfläche bis in einigen Jahren bedrängen.
Eisenried: Entbuschung und Vergrößerung eines Teiches
Der Teich hat ganzjährig Wasser, fast gleich bleibender Wasserstand
Die Vegetation wird durch flächige Unterwasserrasen von Chara spec. dominiert. Zwischen diesen ein reicher Bestand von Potamogeton coloratus (in der RL BW mit 0 = verschollen eingestuft, hier im Staffelwald wieder entdeckt, einziges aktuelles Vorkommen in BW). Sonst nur wenige Arten im Wasser, Typha angustifolia und Ranunculus trichophyllus.
Am Rand Juncus effusus, Scirpus sylvaticus, Impatiens noli-tangere.
Geißwiese: Anlage von drei kleineren Teichen hintereinander (leichte Hanglage)
Die Teiche haben ganzjährig gleich bleibenden Wasserstand. Auffällig ist der hohe Kalkgehalt des Wassers, der sich auf den Pflanzen absetzt (Kalkquellried). Nährstoffarmer Standort. Geschlossener Unterwasserrasen von Chara-Arten, im unteren Teich dazwischen großer Bestand von Potamogeton coloratus. Am Ufer und in zusätzlich angelegten kleinen Mulden Juncus articulatus und Carex flava.
Schachenhau: Wiederherstellung einer Wasserfläche im Toteisloch, das vor allem durch den Eintrag von Laub aus dem umgebenden Wald verlandet war
Im Kern des kleinen Toteislochs ein Zwischenmoor-Ansatz mit Betula pubescens und Sphagnum spec.; Peucedanum palustre. An Schwimmpflanzen ist Potamogeton natans neu wieder aufgetaucht. Auffallend sind meterlange Wurzelausläufer von Lysimachia vulgaris auf der Wasseroberfläche. Dominierende Arten im Uferbereich sind Juncus effusus, Scutellaria galericulata und Solanum dulcamara.
Zwischen dem 9. und 18. Mai wurden die Biotope nachts besucht und rufende Laubfrösche registriert. Eine große Kolonie gibt es bereits an der Bayerhütte, eine kleinere im Eisenried. Der Teich bei der Geißwiese ist bisher nicht angenommen. An der Bayerhütte waren auch einzelne Gelbbauchunken zu hören.
Zwischen dem 10. und 20. März wurden alle Biotope besucht und die Zahl der Laichballen von Gras- und Springfrosch gezählt:
Bayerhütte: 120 Laichballen
Eisenried: 200 Laichballen
Geißwiese: 30 Laichballen
In den drei Gebieten im Staffelwald ergab sich bei den Laichballen 2007 gegenüber dem Vorjahr jeweils etwa eine Verdoppelung. Bergmolch an allen Gewässern.
Obergailingen:
Im Februar 2007 wurde an den Feuchtwiesen „Auenwies“ einem gesetzlich geschützten Biotop (§ 32 Landesnaturschutzgesetz), der Horst auf einem zwölf Meter langen Mast aufgebaut und zwei Meter tief in der Erde verankert. In der Nähe renaturierte die Gemeinde einen Graben und legte einen Teich an.